Flashmob gegen SodaStream im MediaMarkt und in SATURN am 29.11.2014

Am Samstag, den 29. November, dem internationalen Solidaritätstag mit den PalästinenserInnen trafen sich einige AktivistInnen der BDS Bewegung in Berlin am Alexanderplatz.

BDS Berlin hatte dazu aufgerufen, den Geschäftsbetreibern  von MediaMarkt und SATURN zu zeigen, dass wir es nicht hinnehmen wollen, dass sie durch den Verkauf von Produkten der Firma SodaStream von der Besatzung und Kolonisierung palästinensischen Landes  profitieren.

Mit einem flashmob, verstärkt durch ein sogenanntes „human megaphone“ zur akustischen Verstärkung der Forderungen zur Begründung des Boykotts von Produkten der Firma SodaStream, wie

→ Kein Profit durch Menschenrechtsverletzungen – boykottiert SodaStream!
→ Besatzung ist nicht grün – boykottiert SodaStream!
→ Keine Unterstützung ethnischer Säuberung – boykottiert SodaStream!
→ Keine Unterstützung für illegale Siedlungen – boykottiert SodaStream!
→ Keine Unterstützung für illegalen Landraub in der Westbank und in Israel – boykottiert SodaStream!

Im Anschluss an dem flashmob wurde den interessierten KundInnen dieses Flugblatt Version auf Englisch mit auf den Weg gegeben. Die Reaktionen waren überwiegend positiv.

SodaStream beteiligt sich an der Besatzung und Kolonisierung palästinensischen Landes. Aktuell wird eine neue Produktionsanlage in Lehavim, im Süden Israels errichtet, einem Gebiet, aus dem die palästinensische Bevölkerung vertrieben, ihrer Lebensgrundlage beraubt und in eigens dafür geschaffenen Ortschaften (townships) konzentriert wird. Damit profitiert Sodastream unmittelbar von der Vertreibung und von der neu geschaffenen Notlage der ursprünglichen Bevölkerung.

Bis heute betreibt SodaStream in der illegalen Siedlung Ma’aleh Adumim im besetzten Westjordanland ihre Hauptproduktionsstätte und verstößt damit seit vielen Jahren gegen geltendes internationales Recht. Die Firma SodaStream finanziert bis heute durch Steuerabgaben diese völkerrechtswidrige Siedlung.

Der Aktion vorangegangen waren Telefonate, in denendie Geschäftsführer_innen oder deren Vertreter_innen verschiedener Handelsketten wie Rossmann, dm, Obi, MediaMarkt, SATURN u.a. über die Machenschaften der Firma SodaStream informiert wurden. Die Resonanz reichte von verständnisvoll über aggressiv bis abweisend mit dem Resümee, dass die Filialen der Handelsketten i.d.R. offensichtlich nicht selbst entscheiden können, was sie verkaufen wollen.

Neben Telefonaten  wurden auch zahlreiche Briefe versandt an die Geschäftsführer_innen bzw. Servicestellen für Kund_innen – auf Antworten wurde in den meisten Fällen auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet, bzw. darauf hingewiesen, dass es nicht zu den Geschäftsgebahren gehört, sich in politische Prozesse einzumischen.