Filmvorführung am Di 15.05.2018 im Sinema Jazeera

BDS Berlin zu Gast im Sinema Jazeera.

Im Rahmen der diesjährigen Aktivitäten zum 70. Jahrstag der  NAKBA (Katastrophe) zeigen wir den Dokumentarfilm We cannot go there now, my Dear (42′ arabisch mit englischen Untertiteln) mit anschließender Diskussion

Zeit: Dienstag, 15. Mai 2018 um 20:00 Uhr, Tresen offen ab 19.30 Uhr

Ort: New Yorck im Bethanien, Mariannenplatz 2 a, 10997 Berlin-Kreuzberg

Der Film  von Carol Mansour hebt die Geschichte der palästinensischen Geflüchteten hervor, die seit ihrer Flucht aus Palästina 1948 in Syrien leben. Wie alle Menschen in Syrien, sind sie ebenso vom Krieg betroffen.

Ihre Geschichte ist jedoch komplexer. Indem die palästinensischen Flüchtlinge aus Syrien fliehen und im Libanon Zuflucht suchen, werden sie zu einer besonderen Kategorie von Geflüchteten: Sie sind doppelt Geflüchtete. Als Palästinenser*innen sind sie im Libanon nicht wirklich willkommen. Als Geflüchtete werden ihre Reisedokumente nicht anerkannt. Als Palästinenser*innen verlieren sie jetzt zum zweiten Mal alles und sind wieder obdach- und staatenlos.

We Cannot Go There Now, My Dear erzählt einen Teil der Geschichte dieser zweimalig Geflüchteten. Eine Geschichte, in der Erinnerungen geweckt wurden zwischen einem Exodus und dem anderen, und wo der Verlust in alle Dinge eindringt und das Selbst trifft.

Eine Geschichte, in der die Ursachen und Folgen bekannt sind, aber nicht das Ende. Eine Geschichte, in der Leben ständig improvisiert und neu aufgebaut und auf die Rückkehr gewartet wird.

Ab 19.30 Uhr ist der Tresen geöffnet und wieder mit leckeren Häppchen.
Eintritt: Spende

Auszüge aus einem statement des nationalen plästinensischen BDS-Ausschuss (BNC)

Ihre Unabhängigkeit ist unsere Nakba. Die ethnische Säuberung von 750.000 bis einer Million indigener Palästinenser*innen vor 70 Jahren, durch die sie zu Flüchtlingen wurden, um so einen Staat in Palästina mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerungzu errichten, ist kein Grund zum Feiern.

Die Nakba ist kein Verbrechen der Vergangenheit, sie ist im Gange […]. Israel versucht , unsere Trauer und Weigerung, die fortdauernde  Nakba zu akzeptieren, zu kriminalisieren, indem es rechtliche Schritte gegen Palästinenser*innen androht, die diesen Tag als einen Tag der Trauer begehen. Aber wir bestehen darauf, an dieses  jahrzehntealten System der Ungerechtigkeit zu erinnern und Widerstand zu leisten […].

 

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