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	<title>ECCP Archive - BDS Berlin</title>
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	<description>Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen</description>
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	<title>ECCP Archive - BDS Berlin</title>
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	<item>
		<title>Stellungnahme von ECCP zu Israels BDS-Blacklist</title>
		<link>https://bdsberlin.org/stellungnahme-von-eccp-zur-israelischen-schwarzen-liste-zu-bds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jan 2018 16:37:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<category><![CDATA[Black List]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Koordination der Komitees und Assoziationen für Palästina (ECCP) steht auf einer Liste von 20 Organisationen aus der ganzen Welt,</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/stellungnahme-von-eccp-zur-israelischen-schwarzen-liste-zu-bds/">Stellungnahme von ECCP zu Israels BDS-Blacklist</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Europäische Koordination der Komitees und Assoziationen für Palästina (ECCP) steht auf einer Liste von 20 Organisationen aus der ganzen Welt, die sich für die Rechte der PalästinenserInnen einsetzen, deren Mitglieder (darunter auch <a href ="https://bdsberlin.org/eccp/" target="_blank" rel="noopener">BDS Berlin</a>) von der israelischen Regierung wegen ihrer Verteidigung der palästinensischen Menschenrechte und ihrer Unterstützung der Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) von der Einreise nach Palästina ausgeschlossen wurden.</strong></p>
<p>Die 1986 gegründete ECCP ist ein Netzwerk von 42 europäischen Komitees, Organisationen, NGOs, Gewerkschaften und internationalen Solidaritätsbewegungen aus 19 europäischen Ländern, die sich dem Kampf des palästinensischen Volkes für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit widmen.</p>
<div class="ce_text block">
<p>Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS) ist eine von der palästinensischen Zivilgesellschaft angeführte globale, friedliche Bewegung, die sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stützt und darauf abzielt, Druck auf Israel auszuüben, damit es seinen Verpflichtungen im Rahmen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte nachkommt, wie es in zahlreichen UN-Resolutionen gefordert wird. Nachdem Israel die wachsende Unterstützung und den Einfluss der BDS-Bewegung auf die öffentliche Meinung nicht verhindern konnte, hat es eine <a href="https://archive.bdsmovement.net/news/israel%E2%80%99s-legal-warfare-bds-fosters-repression-and-mccarthyism-across-world" target="_blank" rel="noopener">beispiellose antidemokratische Kampagne </a>gestartet, um den Einsatz für die palästinensischen Rechte zum Schweigen zu bringen und BDS auf gesetzlichem Weg zu bekämpfen. Die von Israel eingeleiteten Angriffe auf die BDS-Bewegung beinhalten Druck auf Regierungen, Gesetzgeber_innen und Beamte_innen, BDS-Aktivitäten <a href="https://bdsmovement.net/factsheet-israels-attacks-on-the-bds-movement" target="_blank" rel="noopener">durch repressive Massnahmen</a> zu bekämpfen, die eine Bedrohung für die bürgerlichen und politischen Freiheiten insgesamt darstellen. Das jüngste Beispiel für diese Politik ist die Veröffentlichung der sogenannten israelischen BDS-Blacklist. Sie folgt auf eine Reihe von Interventionen in mehreren europäischen Ländern, die darauf abzielten, Palästina-Solidaritätsinitiativen im öffentlichen Raum zu verhindern.</p>
<p>Das Recht, BDS-Aktivitäten durchzuführen, wurde <a href="hhttp://bds-kampagne.de/hohe-vertreterin-der-eu-frederica-mogherini-bestaetigt-das-recht-auf-bds/" target="_blank" rel="noopener">von der Hohen Vertreterin der EU für auswärtige Angelegenheiten, Federica Mogherini, bekräftigt</a>, als sie erklärte: &#8222;Die EU ist fest entschlossen, die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit im Einklang mit der Charta der Grundrechte der Europäischen Union zu schützen, die auf dem Hoheitsgebiet der EU-Mitgliedstaaten anwendbar ist, auch im Hinblick auf BDS-Aktionen, die in diesem Gebiet durchgeführt werden.&#8220;<br />
Im Jahr 2012 <a href="http://www.ohchr.org/Documents/HRBodies/HRCouncil/RegularSession/Session20/A-HRC-20-17-Add2_en.pdf" target="_blank" rel="noopener">bestätigte</a> Frank La Rue, ein hochrangiger UNO-Beamter, dass &#8222;der Aufruf zu und die Teilnahme an einem Boykott eine friedliche, legitime und international akzeptierte Ausdrucksform sind&#8220;.</p>
<p>Vertreter_innen der schwedischen, der irischen, der niederländischen und der spanischen Regierungen haben öffentlich das Recht verteidigt, mittels BDS für die völkerrechtlichen Rechte der Palästinenser_innen einzutreten und für sie verteidigen.</p>
<p>Ein Anfang dieses Jahres von der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (ESCWA) <a href="https://www.bds-info.ch/index.php?id=121&amp;items=2692">veröffentlichter Bericht</a> belegt zweifelsfrei, dass Israel dem gesamten palästinensischen Volk ein Apartheidsystem auferlegt hat, und fordert BDS-Massnahmen zur Beendigung des israelischen Apartheidregimes. Die Apartheid in Südafrika wurde unter anderem dank der kumulativen Wirkung einer Vielzahl von Massnahmen, einschliesslich einer Fülle von Boykotten und Sanktionen, die von den Vereinten Nationen und den Mitgliedstaaten unterstützt wurden, beendet.</p>
<p>Die Europäische Union und die europäischen Regierungen müssen dieses jüngste Vorgehen gegen die friedliche und gewaltfreie Bewegung verurteilen und unverzüglich Schritte unternehmen, um den Staat Israel für die anhaltenden Verletzungen der palästinensischen Rechte durch Massnahmen wie die sofortige Aussetzung ihrer wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen zu Israel zur Rechenschaft zu ziehen. Noch mehr drängt sich für die EU-Mitgliedstaaten auf, keine hochrangigen israelischen Beamt_innen mehr einzuladen, die wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden könnten. Sie können nicht einfach nur herumsitzen, während einige ihrer Staatsangehörigen, die friedlich für die fundamentalen und politischen Rechte des palästinensischen Volkes kämpfen, von der Einreise nach Israel und in die besetzten palästinensischen Gebiete ausgeschlossen werden könnten, ganz zu schweigen von der Missachtung des Rückkehrrechts der palästinensischen Flüchtlinge durch die israelische Regierung.</p>
<p>ECCP versucht in ihrer Arbeit, sich gegen die Komplizenschaft der EU mit Israels fortwährenden Verletzungen des Völkerrechts und der palästinensischen Rechte zu wehren. Wir koordinieren politische Aktionen, Kampagnen und Debatten auf europäischer Ebene und zeigen auf, wie die EU trotz vieler verbaler Verurteilungen weiterhin israelische Unternehmen und Institutionen finanziert, die direkt an der Aufrechterhaltung des israelischen Regimes von Apartheid, Kolonialismus und Besatzung beteiligt sind. Wir werden unsere Bemühungen fortsetzen, Israel für seinen systematischen Missbrauch der palästinensischen Menschenrechte zur Rechenschaft zu ziehen und die europäische Komplizenschaft mit Israels Verletzungen des Völkerrechts zu beenden.</p>
<p class="entry-title"><a href="http://www.eccpalestine.org/eccp-statement-concerning-israels-bds-blacklist/" target="_blank" rel="bookmark noopener">ECCP statement concerning Israel’s BDS ban list</a></p>
<p><em>Übersetzung: BDS Schweiz</em></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Sechs Gründe warum niemand die sogenannte “EUMC”- oder IHRA- Arbeitsdefinition von Antisemitismus übernehmen sollte</title>
		<link>https://bdsberlin.org/sechs-gruende-warum-niemand-die-sogenannte-eumc-oder-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus-uebernehmen-sollte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2017 08:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<category><![CDATA[EUMC]]></category>
		<category><![CDATA[FSOI]]></category>
		<category><![CDATA[IHRA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Politikberatung, die das Informationsblatt über die IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) Antisemitismus-Arbeitsdefinition begleitet. ECCP und Free Speech on Israel</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/sechs-gruende-warum-niemand-die-sogenannte-eumc-oder-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus-uebernehmen-sollte/">Sechs Gründe warum niemand die sogenannte “EUMC”- oder IHRA- Arbeitsdefinition von Antisemitismus übernehmen sollte</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Eine Politikberatung, die das <a href="http://bds-kampagne.de/die-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus/" target="_blank" rel="noopener">Informationsblatt</a> über die<br />
IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) Antisemitismus-Arbeitsdefinition begleitet.</p>
<p style="text-align: center;">ECCP und Free Speech on Israel <sup>1</sup>, Dezember 2017</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Antisemitismus wird gemeinhin in Übereinstimmung mit dem Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung (ICERD) als Rassismus oder Rassendiskriminierung verstanden, die sich gegen Personen oder eine Gruppe von Personen aufgrund ihrer jüdischen Religion, Herkunft oder Identität richtet</p>
<p>Regierungen, politische Parteien sowie öffentliche und private Institutionen werden jedoch aufgefordert, sogenannte &#8222;neue und universelle Arbeitsdefinitionen von Antisemitismus&#8220; zu übernehmen, die ein gemeinsames Thema haben: Sie alle legen fest, dass nicht nur Juden, sondern auch der Staat Israel Ziel des Antisemitismus sein kann.</p>
<p>In fast identischem Wortlaut formuliert, werden diese &#8222;Arbeitsdefinitionen von Antisemitismus&#8220; alternativ als offizielle Definitionen der <a href="http://honestreporting.com/in-praise-of-the-eumc-working-definition-of-anti-semitism/">EUMC</a> (Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit) oder der <a href="http://www.holocaustremembrance.com/sites/default/files/press_release_document_antisemitism.pdf">IHRA</a> (Internationalen Allianz für Holocaustgedenken) propagiert. In den Vereinigten Staaten wird ein ähnliches Dokument als &#8222;<a href="https://www.state.gov/s/rga/resources/267538.htm">State Department</a> Working Definition of Antisemitism&#8220; vorgestellt.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Keine dieser “Arbeitsdefinitionen” sollte von jemanden übernehmen werden</span>, weil:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>1. Die in diesen &#8222;Arbeitsdefinitionen&#8220; propagierte Definition von Antisemitismus wurde von der EU-Grundrechteagentur (Fundamental Rights Agency FRA) bereits abgelehnt. Die EU hat weder die sogenannte &#8222;EUMC-Arbeitsdefinition&#8220; noch die Definition der IHRA übernommen. Niemand ist gesetzlich verpflichtet, eine dieser beiden Definitionen zu übernehmen.</strong></p>
<p>Die sogenannte &#8222;EUMC-Arbeitsdefinition&#8220; wurde von der EUMC nie übernommen. Im Jahr 2007 wurde die EUMC geschlossen und durch die EU-Grundrechteagentur (FRA) ersetzt. Ein Dokument mit dem Titel &#8222;EUMC Working Definition of Antisemitism&#8220; wurde 2013 von der Website der FRA entfernt; die FRA <a href="https://www.jta.org/2013/12/04/news-opinion/world/eu-anti-racism-agency-unable-to-define-anti-semitism-official-says">erklärte</a>, dass es nie als eine gültige Antisemitismus-Definition angesehen worden sei, der FRA keine offizielle EU-Definition von Antisemitismus bekannt sei und dass das Dokument im Zuge einer Aufräumaktion von nicht-offiziellen Dokumenten entfernt worden sei.</p>
<p>Dennoch wird die &#8222;EUMC Arbeitsdefintion&#8220; weiterhin so präsentiert, als wäre sie ein offizielles EU-Dokument. Seit der Verabschiedung durch die IHRA im Jahr 2016 wurde derselbe Text auch als &#8222;IHRA -Arbeitsdefinition von Antisemitismus&#8220; propagiert. Niemand ist verpflichtet, einer dieser Definitionen zuzustimmen, die in der Tat bereits von der EU-FRA als ungültig abgetan wurden. Sie sind nicht rechtswirksam.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>2. Die sogenannte IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus wurde nicht einmal von der IHRA selbst angenommen.</strong></p>
<p>Die IHRA ist eine zwischenstaatliche Organisation, die über den Holocaust informiert und aufklärt. Sie wurde 1998 gegründet und hat derzeit 31 Mitgliedsstaaten und ein ständiges Büro in Berlin.</p>
<p>Auf der IHRA-Website steht eine <a href="http://www.holocaustremembrance.com/sites/default/files/press_release_document_antisemitism.pdf">Pressemitteilung</a>, in der die Verabschiedung einer &#8222;nicht rechtsverbindlichen IHRA-Antisemitismus-Arbeitsdefinition&#8220; durch das Plenum der Mitgliedstaaten in Bukarest im Mai 2016 veröffentlicht wird.</p>
<p>Der Inhalt der Pressemitteilung ist sprachlich identisch mit dem Dokument, das fälschlicherweise als “EUMC- Arbeitsdefinition” bezeichnet wird. Die gesamte Pressemitteilung wurde öffentlich als IHRA-Definition bezeichnet, auch von der britischen Regierung und dem europäischen Parlament. Das ist inkorrekt.</p>
<p>Auf Anfragen hat das Büro der IHRA in Berlin klargestellt, dass die Arbeitsdefinition von Antisemitismus, die von der IHRA in ihrer Sitzung im Mai 2016 angenommen wurde, die in Abschnitt 3 zitierte aus 40-Wörtern bestehende Definition ist &#8211; siehe <a href="http://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/12/FINAL_DE_ECCP_FSOI_fact-sheet_IHRA-WD_Antisemitism.pdf" target="_blank" rel="noopener">dieses Dokument</a> für weitere Details. Um es klipp und klar zu sagen &#8211; die Arbeitsdefinition, die formal von den Mitgliedstaaten der IHRA angenommen wurde, ist nicht die gesamte, sondern nur die beiden eingerahmten Sätze in der Pressemitteilung.</p>
<p>Der Rest der Pressemitteilung wiederholt die Leitlinien und &#8222;illustrativen Beispiele&#8220; aus der EUMC-Definition, von denen die meisten eine Reihe von Kritiken an Israel als prima facie Beispiele für Antisemitismus bezeichnen. Um jegliche Unsicherheit zu vermeiden, wurden die Leitlinien und Beispiele nicht von der IHRA übernommen. Die Benennung des gesamten Bündels (formale Definition plus Anleitung und Beispiele) als &#8222;die Definition der Allianz für Holocaustgedenken&#8220; hat zweifelsohne zu ihrer scheinbaren Autorität und emotionalen Kraft beigetragen, aber wir wissen jetzt, dass diese Zuschreibung ungültig ist.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>3. Die Definition der IHRA ist so vage und unspezifisch, dass sie für den Kampf gegen Antisemitismus wertlos ist.</strong></p>
<p>Der Wortlaut der von der IHRA angenommenen Definition lautet:</p>
<p><em>&#8222;Antisemitismus ist <strong>eine bestimmte Wahrnehmung</strong> von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken <strong>kann</strong>. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische <strong>oder nicht-jüdische Einzelpersonen</strong> und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.&#8220;</em> (Hervorhebungen hinzugefügt)</p>
<p>Diese beiden Sätze und vierzig Wörter sind durch eine völlig unangemessene und unnötige Vagheit gekennzeichnet, wie oben durch die hervorgehobenen Wörter und Phrasen verdeutlicht wird. Was ist diese bestimmte Wahrnehmung? Warum wird sie nicht in klaren Worten erklärt? Wenn Antisemitismus sich vielleicht &#8211; aber nicht notwendigerweise &#8211; als Hass auf Juden ausdrücken kann, was sind dann seine anderen Ausdrucksformen? Unter welchen Umständen und warum sollten antisemitische Handlungen auch gegen nichtjüdische Personen und/oder deren Eigentum gerichtet sein, und wer sind diese Personen?</p>
<p>Wir wollen darauf hinweisen (siehe Punkt 4 unten), dass diese Vagheit und Unklarheit des Wortlauts eindeutig als bewußt zu betrachten ist. Diese Formulierung ist wertlos, wenn es darum geht antisemitische Handlungen oder Aussagen zu identifizieren. Aber so bietet sie eine offensichtliche Notwendigkeit, die Definition mit einer interpretativen Erklärung zu begleiten, d.h. mit der Möglichkeit Konzepte einzuführen, die ansonsten mit dem Verständnis von Antisemitismus nicht verbunden wären.</p>
<p>Die illustrativen Beispiele, die mit der Arbeitsdefinition der IHRA zirkulieren, legen nahe, dass Antisemitismus nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen den Staat Israel und seine Anhänger gerichtet sein kann. Diese Interpretation scheint der ansonsten obskuren IHRA-Definition einen Sinn zu geben. Die nun vorliegende Klarstellung der IHRA zeigt jedoch, dass diese Beispiele und die erweiterte Auslegung des Antisemitismus nicht vom Plenum der IHRA übernommen wurden.</p>
<p><strong>4. All die Dokumente zu dieser &#8222;Arbeitsdefinition&#8220; legen durch ihre ‘Beispiele’ nahe, dass Antisemitismus nicht nur gegen Juden, sondern auch gegen den Staat Israel (&#8222;eine jüdische Gemeinschaft&#8220;) und seine Anhänger gerichtet sein kann. Diese Beispiele und die erweiterte Auslegung von Antisemitismus wurde jedoch von der IHRA nicht übernommen und haben tatsächlich auch keine völkerrechtliche Grundlage.</strong></p>
<p>Sowohl die sogenannte “EUMC-Arbeitsdefinition” als auch die IHRA-Pressemitteilung liefern sehr ähnliche Beispiele, um zu behaupten und zu veranschaulichen, dass Antisemitismus sich als Hass gegen den Staat Israel manifestieren kann. Die Klarstellung der IHRA zeigt nun aber, dass diese Beispiele nie vom Plenum der IHRA-Mitglieder übernommen wurden. Sie wurden jedoch weithin wahrgenommen und es wird so getan, als ob sie Teil der &#8222;IHRA Arbeitsdefinition des Antisemitismus&#8220; wären.</p>
<p>Diese Illustrationen beginnen damit, dass festgelegt wird, dass der &#8222;Staat Israel, der als jüdische Gemeinschaft wahrgenommen wird&#8220;, das Ziel von Antisemitismus sein könnte. Daran schließt sich eine Liste von Beispielen angeblich antisemitischer Angriffe gegen den Staat Israel an, darunter unter anderem &#8222;die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts des jüdischen Volkes, z.B. durch die Behauptung, dass die Existenz eines Staates Israel ein rassistisches Unterfangen ist&#8220;, oder &#8222;die Anwendung von Doppelmoral, indem vom Staat Israel ein Verhalten verlangt wird, das von keiner anderen demokratischen Nation erwartet oder verlangt wird&#8220;.</p>
<p>Die Behauptung, dass der Staat Israel als &#8222;jüdische Gemeinschaft&#8220; angesehen werden muss, liegt all diesen &#8222;Illustrationen&#8220; zugrunde. Diese Behauptung spiegelt tatsächlich die diskriminierenden Gesetze Israels und die zionistische Ideologie wider, die Israel als Staat einer &#8222;jüdischen Nation&#8220; definieren, einen Staat, der Juden sowohl in Israel als auch weltweit einschließt und vertritt und seine palästinensischen Bürger und die palästinensischen Flüchtlinge ausschließt.</p>
<p>Gemäß dem Völkerrecht vertritt Israel wie jeder andere Staat alle seine Bürger und nicht eine &#8222;jüdische Gemeinschaft&#8220;. Tatsächlich werden viele Juden weltweit nicht durch Israel vertreten und wollen dies auch nicht. Gemäß dem Völkerrecht ist Israel zudem an das Verbot der Rassendiskriminierung gebunden und muss die Menschenrechte der gesamten Bevölkerung achten und schützen. Dazu gehören <a href="https://www.un.org/ruleoflaw/files/BASICP~1.PDF">die Grundrechte auf Rückkehr, Eigentum und Gleichheit der palästinensischen Flüchtlinge und Bürger</a>. Es gibt keine völkerrechtliche Grundlage für ein Recht auf Selbstbestimmung eines &#8222;jüdischen Volkes&#8220; auf Kosten dieser Grundrechte der Palästinenser oder des von der <a href="https://unispal.un.org/DPA/DPR/unispal.nsf/0/025974039ACFB171852560DE00548BBE">UNO anerkannten Rechts auf Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes</a>; und kein Recht für Israel als Besatzungsmacht, eine Politik <a href="http://www.ohchr.org/Documents/HRBodies/HRCouncil/RegularSession/Session22/A-HRC-22-63_en.pdf">des Bevölkerungstransfers durchzuführen</a>, um besetzte palästinensische Gebiete zu kolonisieren und zu annektieren. Dementsprechend stellt die notwendige Kritik am <a href="http://www2.ohchr.org/english/bodies/cerd/docs/CERD.C.ISR.CO.14-16.pdf">israelischen System der Rassendiskriminierung, Segregation und Apartheid</a> keinen Hass gegen Juden dar; ebenso wenig wenden zivilgesellschaftliche Kampagnen und Resolutionen der UNO sowie der EU Doppelstandards an, noch verteufeln sie den Staat Israel oder bedrohen dessen Existenz, wenn sie Israel auf Grundlage der universellen Standards des Völkerrechts zur Rechenschaft ziehen.</p>
<p><strong>5. In der Praxis hat eine Annahme der &#8222;EUMC&#8220;- oder IHRA-Arbeitsdefinition den Effekt, dass Folgendes untergraben wird:</strong></p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li><span style="text-decoration: underline;"><strong>Achtung des Rechts auf freie Meinungsäußerung;</strong></span></li>
<li><span style="text-decoration: underline;"><strong>Achtung des Völkerrechts in Bezug auf Israel und das palästinensische Volk, sowie</strong></span></li>
<li><span style="text-decoration: underline;"><strong>den Kampf gegen Antisemitismus</strong></span></li>
</ul>
<p>Europäische Kommunal-, Regional- und Zentralregierungen und Behörden, Parlamente und öffentliche Institutionen haben eine rechtliche Verpflichtung nach ihren jeweiligen nationalen Gesetzen und Verfassungen, EU-Recht und internationalem Gewohnheitsrecht und Vertragsrecht:</p>
<ul style="list-style-type: disc;">
<li>das Recht auf freie Meinungsäußerung in ihrem Land zu achten und zu schützen;</li>
<li>Einhaltung des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte, auch im Hinblick auf Israel und die Palästinenser. Dazu gehört zumindest die Pflicht, israelische Politiken oder Praktiken, die das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes verletzen und/oder das allgemeine Verbot der Rassendiskriminierung und das Verbot des dauerhaften Erwerbs besetzter palästinensischer Gebiete, <a href="http://www.alhaq.org/images/stories/PDF/2012/Legal_Memo_State_Responsibility_FINAL_16_07.pdf">nicht anzuerkennen und nicht zu unterstützen</a>.</li>
</ul>
<p>Auf dieser Grundlage haben mehr als <a href="https://bdsmovement.net/news/statement-european-legal-scholars-defending-right-support-bds-palestinian-rights">200 Rechtsgelehrte</a> die europäischen Regierungen dazu aufgerufen, anzuerkennen, dass die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) eine legitime Bewegung für die palästinensischen Menschenrechte ist, unabhängig davon, ob sie diese selbst unterstützen oder nicht. Die <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getAllAnswers.do?reference=E-2016-005122&amp;language=EN">EU</a> sowie die Regierungen der Niederlande, Irlands, Schwedens und das spanische Parlament haben öffentlich bestätigt, dass sie zwar keine Boykotte oder Sanktionen gegen Israel befürworten, aber gewaltfreie BDS-Kampagnen als ein garantiertes Recht der Bürger betrachten, das unter die Meinungsfreiheit fällt.</p>
<p>In diesem Sinne haben Rechtsexperten (<a href="http://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/12/DE_Francois-Dubuisson-zur-EUMC-Arbeitsdefinition-Antisemitismus.pdf" target="_blank" rel="noopener">Dubuisson, 2005</a>; <a href="http://freespeechonisrael.org.uk/ihra-opinion/">Tomlinson, 2017</a>) die Entscheidungsträger*innen auf die Schwachstellen in den “EUMC”- und IHRA-Arbeitsdefinitionen von Antisemitismus, insbesondere die Verschmelzung von politischer Kritik am Staat Israel mit Antisemitismus, aufmerksam gemacht. Ihre Analysen und Rechtsgutachten haben vor der Gefahr gewarnt, dass die Annahme und Anwendung dieser Definitionen zu Maßnahmen führen könnte, die legitime Kritik am Staat Israel und seiner Politik sowie die Meinungsfreiheit und die demokratische Debatte über den Staat Israel und seine Politik untergraben.</p>
<p>Die Praxis zeigt inzwischen, dass diese &#8222;Arbeitsdefinitionen&#8220; fast ausschließlich dazu benutzt werden, die Meinungsfreiheit europäischer Individuen, Gruppen und Organisationen, die Israel kritisieren und/oder sich für die Rechte der Palästinenser*innen einsetzten, einzuschränken. In Deutschland beispielsweise reichen die politischen Parteien auf der Grundlage der IHRA-Arbeitsdefinition und unter dem Vorwand des Kampfes gegen Antisemitismus <a href="http://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/11/171108_MUC_Gegen-jeden-Antisemitismus.pdf">politische Anträge</a> zur Annahme durch die Stadtverwaltung ein, die verhindern würden, dass deutsche Städte öffentlichen Raum und Subventionen für Gruppen, Organisationen und Veranstaltungen gewähren, die als Unterstützer der &#8222;antisemitischen BDS-Bewegung&#8220; gelten. Jeder, der sich gegen eine israelische Politik ausspricht, die palästinensische Rechte verletzt oder die Selbstdefinition Israels als &#8222;Staat des jüdischen Volkes&#8220; kritisiert, darunter auch <a href="http://suedbayern.humanistische-union.de/naechster_termin_detail/back/muenchen-suedbayern/article/preis-aufrechter-gang-fuer-judith-und-reiner-bernstein/">jüdische Bürger Deutschlands und Holocaust-Überlebende</a>, kann als antisemitisch verunglimpft und ins Visier genommen werden. In Großbritannien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Dänemark wurde die IHRA-Arbeitsdefinition ebenfalls von Regierungen, Behörden, politischen Parteien, Parlamenten und Universitäten verwendet, um legitime Kritik an der israelischen Politik und die Unterstützung palästinensischer Rechte als Antisemitismus zu diskreditieren, einzuschränken oder zu kriminalisieren.</p>
<p>Die Annahme und Anwendung der &#8222;EUMC&#8220;- oder IHRA- Arbeitsdefinition untergräbt auch den Kampf gegen den Antisemitismus selbst. Sie trüben den Blick darauf, was Antisemitismus wirklich ist. Solche fabrizierten Definitionen fördern falsche Anschuldigungen und bergen die Gefahr, dass wirkliche Vorfälle/Angriffe, die durch antijüdische Gefühle motiviert sind, nicht ernst genommen werden. Darüber hinaus behindert die Behauptung, dass Israel und alle Juden ein und das selbe sind, die Anerkennung der Vielfalt der jüdischen Gemeinden und der vielen Juden, die sich für die palästinensischen Rechte einsetzen, und fördert die Wahrnehmung, dass alle Juden für die Unterdrückung der Palästinenser durch Israel verantwortlich und rechenschaftspflichtig sind. Schließlich unterstützt die in diesen &#8222;Arbeitsdefinitionen&#8220; gemachte Verschmelzung der politischen Israel-Kritik mit Antisemitismus die umgekehrte (und irrige) Schlussfolgerung, dass die unkritische Unterstützung des Staates Israel ein Indikator für das Engagement im Kampf gegen Antisemitismus ist. Auf diese Weise legitimiert und ermutigt sie Bündnisse mit politischen Kräften, die die gegen Palästinenser gerichtete israelische Politik unterstützen und gleichzeitig eine rassistische oder sogar antisemitische Agenda verfolgen. Ein Beispiel dafür ist die in den USA zunehmende öffentliche Toleranz und Legitimität des Rassismus von Menschen, die eine weiße Vorherrschaft anstreben und gleichzeitig überzeugte Anhänger des Staates Israel sind.</p>
<p>Diese und andere damit zusammenhängende Fragen diskutiert die renommierte politische Philosophin und Aktivistin Judith Butler von Jewish Voice for Peace <a href="https://www.youtube.com/watch?v=B9gvj3SvcDQ">in diesem Video</a> über BDS und den Kampf gegen Antisemitismus.</p>
<p>Die &#8222;EUMC&#8220; oder IHRA-Arbeitsdefinition für Antisemitismus ist ein Instrument für eine israelische politische Agenda, die von allen abgelehnt werden sollte.</p>
<p>Die &#8222;Arbeitsdefinition&#8220; wurde im Zusammenhang mit der israelischen Debatte Anfang der 2000er Jahre über eine &#8222;<a href="http://www.jcpa.org/jpabfl04.htm">große Strategie gegenüber der Europäischen Union</a>&#8220; entwickelt, die die Beziehungen zwischen der EU und Israel stärken und Israel gleichzeitig in die Lage versetzen sollte, sein illegales Siedlungsunternehmen aufrechtzuerhalten und den Druck der EU auf eine Zweistaatenlösung und die Achtung der Rechte seiner palästinensischen Bürger zu bremsen. Israelische und US-amerikanische zionistische jüdische Wohltätigkeitsorganisationen, Think Tanks und Lobbyisten haben eine propagandistische Initiative ergriffen, die darauf abzielt, die Kritik an der israelischen Politik zum Schweigen zu bringen, indem sie sie als <a href="https://icjs.org/sites/default/files/Sharansky%203D%20Test%20of%20Anti-Semitism.pdf">&#8222;neuen Antisemitismus&#8220; bezeichnen</a>, und behaupten, dass der &#8222;neue Antisemitismus&#8220; in der europäischen Zivilgesellschaft, der EU und den Vereinten Nationen die Form von &#8222;Doppelstandards&#8220; und &#8222;Dämonisierung und Delegitimierung&#8220; des Staates Israel annimmt. Die &#8222;EUMC&#8220; oder IHRA &#8222;Arbeitsdefinition für Antisemitismus&#8220; ist ein Instrument dieser Initiative.</p>
<p>Die Ausarbeitung der &#8222;Arbeitsdefinition&#8220; wurde 2004 abgeschlossen. Seitdem wird sie von der israelischen Regierung und unter anderem vom American Jewish Committee (AJC), Simon Wiesenthal Center, European Jewish Committee (ECJ), NGO Monitor und UN Watch propagiert, besonders, aber nicht nur, in ihrem Kampf gegen die wachsende, von der palästinensischen Zivilgesellschaft geführte BDS-Bewegung.</p>
<p>In der Zwischenzeit haben die Regierungen Rumäniens, des Vereinigten Königreichs und Österreichs die so genannte &#8222;IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus&#8220; übernommen, während das Europäische Parlament die prinzipielle Position der EU durch eine <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&amp;reference=P8-TA-2017-0243&amp;language=EN&amp;ring=B8-2017-0383">Resolution</a> untergraben hat, in der die Mitgliedstaaten aufgefordert werden, die Definition, die bereits 2013 von der EU-Grundrechteagentur (FRA) als ungültig abgewiesen wurde, anzunehmen und anzuwenden.</p>
<p>Die Bemühungen um eine offizielle Bestätigung der &#8222;Arbeitsdefinition&#8220; wurden von Einzelpersonen angeführt, die diesen israelischen Lobbygruppen angehören und die auch als &#8222;Experten für Antisemitismus&#8220; in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der IHRA und/oder der Europäischen Union, einschließlich ihrer Kommission, des Parlaments und früher des EUMC, tätig sind. Da bisher weder die OSZE noch die EU bereit waren, diese fingierte Definition zu übernehmen, wurde die zwischenstaatliche IHRA als das Gremium ausgewählt, das ihr einen offiziellen Anschein gewähren sollte.</p>
<p><strong>Fußnote</strong></p>
<p><sup>1</sup> * <a href="http://www.eccpalestine.org/"><em>ECCP </em>(European Coordination of Committees and Associations for Palestine)</a> ist ein Netzwerk von 42 europäischen Komitees, Organisationen, NGOs, Gewerkschaften und internationalen Solidaritätsbewegungen aus 19 europäischen Ländern, die sich dem Kampf des palästinensischen Volkes für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit widmen &#8211; BDS Berlin ist Mitglied in ECCP.</p>
<p>* <a href="http://freespeechonisrael.org.uk/"><em>Free Speech on Israel</em></a> ist eine von Juden und Jüdinnen geführte britische Organisation, die gegründet wurde, um Antisemitismusvorwürfen entgegenzutreten, welche auf die Unterdrückung legitimer Kritik an Israel abzielen.</p>
<p><a href="http://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/12/DE_Policy-Brief_IHRA-Definition-of-Antisemitism_ECCPFSOI.pdf" target="_blank" rel="noopener">pdf</a></p>
<hr />
<p>Original: <a href="http://www.eccpalestine.org/six-reasons-why-no-one-should-adopt-the-so-called-eumc-or-ihra-working-definition-of-antisemitism/" target="_blank" rel="noopener">Six Reasons why no one should adopt the so-called “EUMC” or IHRA Working Definition of Antisemitism</a><br />
Übersetzung: Stephanie Reiß</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/sechs-gruende-warum-niemand-die-sogenannte-eumc-oder-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus-uebernehmen-sollte/">Sechs Gründe warum niemand die sogenannte “EUMC”- oder IHRA- Arbeitsdefinition von Antisemitismus übernehmen sollte</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
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		<title>Die “IHRA Arbeitsdefinition von Antisemitismus”</title>
		<link>https://bdsberlin.org/die-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2017 07:38:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<category><![CDATA[factsheet]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsdefinition Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Free Speech on Israel]]></category>
		<category><![CDATA[IHRA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Informationen und Empfehlungen der ECCP (Europäische Koordination der Komitees und Vereine für Palästina) und von Free Speech on Israel* Im</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/die-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus/">Die “IHRA Arbeitsdefinition von Antisemitismus”</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: center;">Informationen und Empfehlungen der ECCP (Europäische Koordination der Komitees und Vereine für Palästina) und von Free Speech on Israel*</h4>
<p>Im Mai 2016 hat das Plenum der IHRA die folgende nicht rechtsverbindliche Arbeitsdefinition von Antisemitismus angenommen:</p>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><em>&#8222;Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.&#8220; </em><em>(</em>Übersetzung <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2017/09/definition-antisemitismus.html" target="_blank" rel="noopener">BMI</a> 20.09.2017<em> / nicht mehr abrufbar)</em></p>
<p>Der obige Schritt wurde in einer <a href="https://holocaustremembrance.com/resources/arbeitsdefinition-antisemitismus" target="_blank" rel="noopener">IHRA-Pressemitteilung</a> [1] angekündigt, in der die Definition selber durch einen Rahmen hervorgehoben ist. Beigefügt ist eine Liste von Beispielen, die laut dem Ständigen Büro der IHRA „als Veranschaulichung dienen können, um so die Arbeit der IHRA anzuleiten und zu illustrieren, wie sich Antisemitismus manifestieren könnte“. Zu diesen Beispielen zählen auch gewisse Formen der Kritik am Staat Israel. Die Beispiele sind nicht Teil der offiziellen IHRA-Arbeitsdefinition.</p>
<p>Diese sogenannte <em>&#8222;IHRA-Arbeitsdefinition Antisemitismus&#8220;</em> ist tatsächlich eine überarbeitete Version der &#8222;Arbeitsdefinition Antisemitismus&#8220;, die 2005 von der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) veröffentlicht wurde, aber von ihrer Nachfolgeorganisation, der Agentur der EU für Grundrechte (FRA) fallen gelassen wurde, nachdem das Dokument zuvor heftig kritisiert worden war. Die Kritik konzentrierte sich auf die in dem Dokument versuchte Verschmelzung von Kritik an Israel mit Antisemitismus und der damit verbundenen Gefahr für die freie Meinungsäußerung.</p>
<p><strong>Nichts außer dieser Kurzdefinition von Antisemitismus wurde von den IHRA-Mitgliedstaaten 2016 bei ihrem Treffen in Bukarest formal angenommen</strong>. Dies wurde am 12. September 2017 vom Ständigen Büro der IHRA in Berlin bestätigt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em> [&#8230;] Das Plenum der </em><em>Internationalen Allianz für Holocaustgedenken</em><em> (IHRA) hat am 26. </em><em>Mai 2016 unter rumänischem Vorsitz die Arbeitsdefinition von Antisemitismus angenommen. </em><em>Die Arbeitsdefinition ist wie alle IHRA-Entscheidungen nicht rechtsverbindlich. </em><em>Die Arbeitsdefinition ist der umrahmte Text…</em></p>
<p>Daraus folgt, dass andere Teile der Pressemitteilung vom Plenum der Mitgliedstaaten <strong>nicht</strong> formal genehmigt wurden. <strong>Dennoch wird die IHRA-Pressemitteilung, die auf der IHRA-Website veröffentlicht ist, weithin als &#8222;IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus &#8220; propagiert, und dies mit einer Zielsetzung, die unvereinbar ist mit dem Anliegen, tatsächlichem Antisemitismus entgegenzutreten.</strong></p>
<p>Unsere Empfehlungen an Regierungen, politische Parteien, Stadträte, öffentliche und private Institutionen und alle offiziellen Stellen:</p>
<p><strong>1. die Tatsache anzuerkennen</strong>, dass die IHRA-Pressemitteilung von 2016 nicht die IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus ist und von keiner Organisation angenommen werden sollte, weil dieses Dokument</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8211; nie von den IHRA-Mitgliedstaaten formal angenommen wurde (nur der kurzen, aus zwei Sätzen bestehenden Definition wurde zugestimmt)</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8211; propagiert wird, um in Europa Kritik am Staat Israel für seine illegale Siedlungspolitik und die Verletzung der fundamentalen Menschenrechte der Palästinenser*innen zu unterdrücken</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8211; eine Gefahr darstellt sowohl für die Meinungsfreiheit und als auch für die Bekämpfung von tatsächlichem Antisemitismus in Europa</p>
<p><strong> 2. von der IHRA eine Antwort auf folgende Fragen zu fordern</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">a.) warum die IHRA nicht klargestellt hat, was genau in Bukarest als Definition angenommen wurde, obwohl sie sich der Verwirrung und der Debatte, die durch die irreführende Sprache der Pressemitteilung hervorgerufen wurde, bewußt geworden sein muss;</p>
<p style="padding-left: 30px;">b.) warum die IHRA schwieg und sogar eine <u>Erklärung abgab, in der sie die Entscheidung der britischen Regierung begrüßte</u> [2], den Text der Pressemitteilung anzunehmen, einschließlich der irreführenden Beispiele, die sie selbst nicht angenommen hatte.</p>
<p><strong>3. Klarstellung durch die Europäische Kommission</strong> hinsichtlich der Unterstützung der IHRA-Pressemitteilung von 2016 als der &#8222;rechtlich nicht bindenden Arbeitsdefinition von Antisemitismus&#8220; der IHRA auf ihrer Internetseite [3]</p>
<p>Wir empfehlen den uns angeschlossenen Organisationen:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>1. Kontakt aufzunehmen mit den Vertreter*innen der FRA</strong>, um zu klären, welche Schritte unternommen werden sollten, damit sichergestellt ist, dass die EU (einschließlich ihrer Organe und Institutionen) die sogenannte &#8222;&#8220;IHRA-Definition von Antisemitismus&#8220; nicht propagiert/annimmt, da sie sowohl ein Risiko für die Meinungsfreiheit und für den Kampf gegen Antisemitismus in Europa darstellt als auch für sämtliche internationalen Verpflichtungen der EU im Zusammenhang mit Israel und den Palästinenser*innen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong> 2. dringend alle Repräsentant*innen</strong> (Abgeordnete, Europaabgeordnete, Verantwortliche in Stadträten usw.), aufzufordern, die obigen Empfehlungen umzusetzen (1-3)</p>
<p><em><u>Anmerkungen </u></em></p>
<p>* <a href="http://www.eccpalestine.org/"><em>ECCP </em>(European Coordination of Committees and Associations for Palestine)</a> ist ein Netzwerk von 42 europäischen Komitees, Organisationen, NGOs, Gewerkschaften und internationalen Solidaritätsbewegungen aus 19 europäischen Ländern, die sich dem Kampf der Palästinenser*innen für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit widmen &#8211; BDS Berlin ist Mitglied in ECCP.</p>
<p>* <a href="http://freespeechonisrael.org.uk/"><em>Free Speech on Israel</em></a> ist eine von Juden und Jüdinnen geführte britische Organisation, die gegründet wurde, um Antisemitismusvorwürfen entgegenzutreten, welche auf die Unterdrückung legitimer Kritik an Israel abzielen.</p>
<p>Fußnoten:</p>
<p>[1] <a href="https://holocaustremembrance.com/resources/arbeitsdefinition-antisemitismus" target="_blank" rel="noopener">https://www.holocaustremembrance.com/sites/default/files/press_release_document_antisemitism.pdf</a></p>
<p>[2] <a href="https://www.mae.ro/sites/default/files/file/ihra/2016.12_chair_statement_uk.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.mae.ro/sites/default/files/file/ihra/2016.12_chair_statement_uk.pdf</a> &#8211; nicht mehr abrufbar</p>
<p>[3]<a href="https://www.mae.ro/sites/default/files/file/ihra/2016.12_chair_statement_uk.pdf" target="_blank" rel="noopener"> https://www.mae.ro/sites/default/files/file/ihra/2016.12_chair_statement_uk.pdf</a> &#8211; nicht mehr abrufbar</p>
<hr />
<p><a href="http://www.eccpalestine.org/the-ihra-working-definition-of-antisemitism-fact-sheet-and-recommendations-issued-by-eccp-and-free-speech-on-israel/" target="_blank" rel="noopener">The “IHRA Working Definition of Antisemitism”. Fact-sheet and Recommendations issued by ECCP and Free Speech on Israel</a><br />
Übersetzung Redaktion BDS-Kampagne.de &#8211; bei Weiterverbreitung bitte angeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/die-ihra-arbeitsdefinition-von-antisemitismus/">Die “IHRA Arbeitsdefinition von Antisemitismus”</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
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		<title>Erklärung von mehr als 250 europäischen Organisationen zum seit 100 Jahren anhaltenden Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk!</title>
		<link>https://bdsberlin.org/erklaerung-von-mehr-als-250-europaeischen-organisationen-zum-seit-100-jahren-anhaltenden-unrecht-gegenueber-dem-palaestinensischen-volk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2017 23:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<category><![CDATA[Balfour-Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[Jahrestage 2017]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Teilungsplan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erklärung von mehr als 250 europäischen Organisationen zum seit 100 Jahren anhaltenden Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk! Über 250 europäische</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/erklaerung-von-mehr-als-250-europaeischen-organisationen-zum-seit-100-jahren-anhaltenden-unrecht-gegenueber-dem-palaestinensischen-volk/">Erklärung von mehr als 250 europäischen Organisationen zum seit 100 Jahren anhaltenden Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk!</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: center;"><strong>Erklärung von mehr als 250 europäischen Organisationen zum seit </strong><strong>100 Jahren anhaltenden Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk!</strong></h4>
<h3><a href="http://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/02/ECCP_justice_2017_face_web-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8562" src="http://bds-kampagne.de/wp-content/uploads/2017/02/ECCP_justice_2017_face_web-1.jpg" alt="" width="1983" height="934" /></a></h3>
<p>Über 250 europäische Organisationen, Glaubensgruppen, politische Parteien und Gewerkschaften verabschiedeten eine Erklärung, die Gerechtigkeit und Verantwortung von der EU und europäischen Staaten fordert, denn 2017 steht für:</p>
<p><span id="more-6780"></span></p>
<ul>
<li>100 Jahre seit der Balfour Erklärung von 1917, mit der die britische Regierung einseitig die Schaffung einer jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina zusagte;</li>
<li>70 Jahre seit dem UN-Trennungsplan von 1947, in dem, durch Verstoß gegen die Rechte der Palästinenser*innen auf Selbstbestimmung, jüdischen Siedler*innen 55% von Palästina zugestanden wurden. Der Teilungsplan, Auslöser für die Nakba von 1947, trieb mehr als 750000 Palästinenser*innen ins prekäre und gefährliche Exil;</li>
<li>50 Jahre seit der israelischen Besetzung des Westjordanlandes, einschließlich Ostjerusalems, Gazas und des syrischen Golan, und der anschließende Bau von ausschließlich für Juden und Jüdinnen bestimmte Siedlungen, die gemäß dem Völkerrecht illegal sind und nach den Genfer Konventionen für alle Staaten &#8211; einzige Ausnahme der Staat Israel &#8211; ein Kriegsverbrechen darstellen;</li>
</ul>
<p>Die erwähnten Jahrestage erinnern uns an die Verantwortung der Kolonialmächte für Schaffung der katastrophalen Situation, die bis heute anhält, unter Verletzung der Rechte des palästinensischen Volkes, des Völkerrechts und der Resolutionen der Vereinten Nationen.</p>
<p>100 Jahre nach der Balfour-Erklärung betreibt Israel weiterhin sein koloniales Projekt in Palästina. Als Folge davon leben über sieben Millionen Palästinenser*innen im Exil, ihr rechtskräftiges Rückkehrrecht wird ihnen verweigert, während die Entwurzelung anderer tagtäglich weiter betrieben wird. Großbritannien und andere europäische Staaten stehlen sich nicht nur weiterhin aus ihrer grundlegende Verantwortung für die Kolonisierung von Palästina, sondern machen sich darüber hinaus aktiv mitschuldig an Israels anhaltenden Verstößen gegen das Völkerrecht und an seinen Menschenrechtsverletzungen.</p>
<p>Gerechtigkeit kann nicht ohne Anerkennung der historischen Tatsachen erreicht werden!</p>
<p>Die unterzeichnenden Organisationen der Erklärung fordern die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, ihre Komplizenschaft bei Israels andauernder Siedlungstätigkeit zu beenden. Sie fordern die sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens sowie das Recht der Palästinenser*innen auf Freizügigkeit, die Gleichheit aller Bürger*innen Israels und die Anerkennung des Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge sowie die Ergreifung verbindlicher Maßnahmen gegenüber dem Staat Israel einschließlich der Aussetzung des Assoziationsabkommens der EU mit Israel, solange Israel fortfährt gegen internationale und Menschenrechtsnormen zu verstoßen.</p>
<p>Darüber hinaus verpflichteten sich die mehr als 250 unterzeichnenden Organisationen, Glaubensgruppen, politische Parteien und Gewerkschaften, ihre Maßnahmen zu intensivieren, um die EU und die europäischen Staaten zu drängen, ihre Mittäterschaft mit israelischen Verletzungen der palästinensischen Rechte zu beenden.</p>
<p>Lesen Sie die vollständige Erklärung<a href="http://bds-kampagne.de/2017/02/07/gerechtigkeit-fuer-palaestina-jetzt-ein-ende-der-europaeischen-komplizenschaft/" target="_blank" rel="noopener"><strong> hier</strong></a></p>
<p>Weitere Informationen oder zur Unterstützung der Kampagne finden Sie unter: <a href="http://www.eccpalestine.org" target="_blank" rel="noopener">www.eccpalestine.org</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/erklaerung-von-mehr-als-250-europaeischen-organisationen-zum-seit-100-jahren-anhaltenden-unrecht-gegenueber-dem-palaestinensischen-volk/">Erklärung von mehr als 250 europäischen Organisationen zum seit 100 Jahren anhaltenden Unrecht gegenüber dem palästinensischen Volk!</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
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		<title>Keine Zusammenarbeit mit der Besatzung! Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens!</title>
		<link>https://bdsberlin.org/aussetzung-eu-israel-assoziierungsabkommen-keine-zusammenarbeit-mit-der-besatzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2014 12:32:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufrufe]]></category>
		<category><![CDATA[Aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Aussetzung EU Israel Assoziierungsabkommen]]></category>
		<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://bdsberlin.site36.net/?p=5142</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schreibt mit einem einfachen Mausklick den EU-Abgeordneten aus Deutschland eine Aufforderung, Maßnahmen zur Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens zu ergreifen! Mehr</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/aussetzung-eu-israel-assoziierungsabkommen-keine-zusammenarbeit-mit-der-besatzung/">Keine Zusammenarbeit mit der Besatzung! Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens!</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="http://freepalestine.eu/de/" href="http://freepalestine.eu/de/" target="_blank"><img decoding="async" class="alignleft" src="http://www.eccpalestine.org/wp-content/uploads/2014/11/ECCP_no_association_51.jpg" alt="" width="270" height="205" /></a>Schreibt mit einem einfachen <a title="http://freepalestine.eu/de/" href="http://freepalestine.eu/de/" target="_blank">Mausklick</a> den EU-Abgeordneten aus Deutschland eine Aufforderung, Maßnahmen zur Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens zu ergreifen!</p>
<p><em>Mehr als 300 Gewerkschaften, NGOs und andere zivilgesellschaftliche Organisationen aus ganz Europa <a href="http://www.eccpalestine.org/wp-content/uploads/2014/11/European_call_EU6.pdf" target="_blank">haben die EU</a> aufgefordert, ihre Unterstützung für Israels Verbrechen zu beenden, einschliesslich der Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens.</em></p>
<p><span id="more-5142"></span><strong>Beteiligt euch</strong> bitte an dieser Kampagne zur Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens und schreibt den EU Abgeordneten!</p>
<p><strong>Leitet</strong> diesen link <a href="http://freepalestine.eu/de/" target="_blank">http://freepalestine.eu/de/</a> weiter an euren Freundes- und Bekanntenkreis!</p>
<p><strong>Helft mit</strong>, dass möglichst viele Menschen ihren EU Abgeordneten verdeutlichen, dass sie mehr wollen, als alle paar Jahre ein Kreuzchen zu machen!</p>
<p>Der Kampagne vorausgegangen ist ein <a href="http://www.eccpalestine.org/call-for-action-no-association-with-occupation/" target="_blank">Aufruf </a>zur Aussetzung des Abkommens, das europaweit von mehr als 300 Menschenrechtsrechtsgruppen, Gewerkschaften, NGO’s und politischen Parteien unterzeichnet wurde (<a href="https://bdsberlin.org/wp-content/uploads/2014/05/141103_FINAL_DE_No-association-with-occupation.pdf" target="_blank">Aufruf auf Deutsch</a>).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/aussetzung-eu-israel-assoziierungsabkommen-keine-zusammenarbeit-mit-der-besatzung/">Keine Zusammenarbeit mit der Besatzung! Aussetzung des EU-Israel Assoziierungsabkommens!</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aufruf an die Abgeordneten im Europäischen Parlament</title>
		<link>https://bdsberlin.org/123/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2013 15:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Petitionen]]></category>
		<category><![CDATA[ECCP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://bdsberlin.site36.net/?p=123</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rufen Sie Ihre Abgeordneten des Europaparlaments auf, die neuen Leitlinien über die Beteiligung Israels an EU-Programmen zu unterstützen! Die für</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/123/">Aufruf an die Abgeordneten im Europäischen Parlament</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rufen Sie Ihre Abgeordneten des Europaparlaments auf, die neuen Leitlinien über die Beteiligung Israels an EU-Programmen zu unterstützen!</strong></p>
<p><a href="http://www.eccpalestine.org/" target="_blank"><img decoding="async" alt="ECCP" src="http://www.eccpalestine.org/wp-content/uploads/2013/10/take-action-300x168.jpg" width="450" height="300" border="0" /></a></p>
<p><strong><em>Die für die Plenarsitzung am 21. und 22. Oktober 2013 anberaumte Abstimmung wurde verschoben auf November 2013!</em></strong></p>
<p>Über nachfolgendes <strong>E- Tool</strong> können Sie eine Nachricht an Ihre Abgeordneten im Europäischen Parlaments senden und sie bitten, Maßnahmen zu ergreifen, um die neuen Leitlinien in Gänze umzusetzen und sicherzustellen, dass die EU aufhört, israelische Kriegsverbrechen zu finanzieren.</p>
<p><strong><a href="http://act.eccpalestine.org/lobby/35/0/Germany">Rufen Sie Ihre Abgeordneten des Europaparlaments auf, die neuen Leitlinien über die Beteiligung Israels an EU-Programmen zu unterstützen</a></strong></p>
<p><span id="more-123"></span></p>
<div id="extended">
<p><em>Die Nachricht im Wortlaut:</em></p>
<p><em>Sehr geehrte Abgeordnete des Europäischen Parlaments,</em></p>
<p><em>Als eine meiner Vertreter_innen im Europäischen Parlament wende ich mich mit der dringenden Bitte an Sie, sich maßgeblich dafür einzusetzen, dass eine der kürzlich getroffenen Entscheidungen der EU hinsichtlich Israels illegaler Besetzung der Palästinensischen Gebiete bestätigt wird.</em></p>
<p><em>Nachdem von zahlreichen Abgeordneten des Europäischen Parlaments ebenso wie von der Zivilgesellschaft und Tausenden von europäischen Bürger_innen Bedenken geäußert wurden, hat die Europäische Kommission kürzlich neue Leitlinien angekündigt mit dem Ziel, die langjährige EU-Position hinsichtlich der Nichtanerkennung von Israels Souveränität über die besetzten palästinensischen Gebiete umzusetzen.</em></p>
<p><em>Wenn sie im Januar in Kraft treten, sollen die neuen Leitlinien die unethische und illegale Situation beenden , in der israelische Unternehmen und Institutionen EU- Zuschüsse und Darlehen erhalten, um Aktivitäten in den illegalen israelischen Siedlungen zu finanzieren.</em></p>
<p><em>Die Umsiedlung der eigenen Bevölkerung in besetztes Gebiet und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen aus Profitgründen sind nach dem Völkerrecht illegal und gelten nach der 4. Genfer Konvention als Kriegsverbrechen.</em></p>
<p><em>Derzeit sind zwischen Israel und der EU Verhandlungen darüber im Gange, welche Auswirkungen die Anwendung der neuen Leitlinien auf die geplante Beteiligung Israel im zukünftigen Horizon 2020 Forschungsprogramm haben.</em></p>
<p><em>Israel und seine Unterstützer, darunter die US-Regierung, üben starken Druck auf die Europäische Kommission aus mit dem Ziel, die Leitlinien aufzuweichen – Leitlinien, in denen lediglich die langjährige EU-Position, dass der andauernde Ausbau von Siedlungen [in den besetzten palästinensischen Gebieten] ein Hindernis für den Frieden darstellt, umgesetzt wird.</em></p>
<p><em>Zivilgesellschaftliche Organisationen sind darüber hinaus tief besorgt darüber, dass Israel die Europäische Union zu überzeugen versucht, das besetzte Ost-Jerusalem von der Umsetzung der Leitlinien auszunehmen, ungeachtet der Tatsache, dass Ost-Jerusalem international als besetztes Gebiet anerkannt ist. Die Leitlinien nicht auf das besetzte Ost-Jerusalem anzuwenden, würde einen gefährlichen politischen und rechtlichen Präzedenzfall schaffen.</em></p>
<p><em>Es besteht die reale Gefahr, dass die Kommission dem Druck Israels nachgibt und beschließt, weiterhin israelische Projekte und Organisationen, die sich in den besetzten palästinensischen Gebieten befinden, zu finanzieren und zu unterstützen. Dies würde eine gefährliche Botschaft aussenden, nämlich dass es der EU am politischen Willen mangelt, Israel dahingehend unter Druck zu setzen, dass es seine Kriegsverbrechen beendet und das Völkerrecht einhält. Dies würde nicht nur dazu führen, dass Israel ermuntert würde, seine illegalen Praktiken ungestraft fortzusetzen, die EU würde selbst mitschuldig an Israels Verletzungen des Völkerrechts.</em></p>
<p><em>Die Umsetzung der Leitlinien wird in einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am 21. und 22. Oktober 2013 diskutiert werden. Die EU hat eine gesetzliche Verpflichtung, die Verletzungen des Völkerrechts durch Israel weder zu unterstützen oder gar anzuerkennen. Ich fordere Sie daher nachhaltig auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen zur Wahrung des Völkerrechts und gegen Israels Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser_innen:</em></p>
<p><em>* Indem Sie während der Plenarsitzung und darüber hinaus fragen, ob die neuen Leitlinien in Gänze umgesetzt werden, insbesondere auch in Ost-Jerusalem.</em></p>
<p><em>* Indem Sie an die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton schreiben und sie auffordern, dafür zu sorgen, dass die Leitlinien vollständig umgesetzt werden, insbesondere auch in Ost-Jerusalem.</em></p>
<p><em>* Indem Sie Ihrer Fraktion vorschlagen, eine gemeinsame Botschaft an Catherine Ashton zu senden und sie darin auffordern, die vollständige Umsetzung der Leitlinien sicherzustellen.</em></p>
<p>Nähere Informationen zu den Leitlinien finden Sie unter den folgenden Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.eccpalestine.org/european-union-must-not-bow-to-us-pressure-to-disregard-human-rights/">European Union must not bow to US pressure to disregard human rights</a></li>
<li><a href="http://www.eccpalestine.org/eccp-letter-to-the-ministers-of-foreign-affairs-of-the-27-member-states-of-the-eu-on-implementing-guidelines/">ECCP letter to the Ministers of Foreign Affairs of the 28 Member States of the EU on implementing guidelines</a></li>
<li><a href="http://www.eccpalestine.org/51-meps-call-ashton-to-implement-guidelines/">51 MEP`s call Ashton to implement guidelines</a></li>
</ul>
<p>Siehe auch den Offenen Brief der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. an die MEP’s <a href="http://www.juedische-stimme.de/?p=1294">Die Richtlinien der EK zur Förderungsfähigkeit israelischer Körperschaften</a></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://bdsberlin.org/123/">Aufruf an die Abgeordneten im Europäischen Parlament</a> erschien zuerst auf <a href="https://bdsberlin.org">BDS Berlin</a>.</p>
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